Politik als Möglichkeit der Gestaltung kann Roland Düringer wenig abgewinnen. Ob SPÖ, ÖVP, BZÖ, FPÖ oder Grüne - alle sind für ihn gleich verdammenswert. Es handle sich nicht um "Politiker" sondern um "Politikerschauspieler, die so tun als wenn sie Politiker wären", klärt uns der Schauspieler Düringer im Club 2 (ORF 2) auf.
Dienstag, 28. Februar 2012
Montag, 27. Februar 2012
Roland Düringer im Club 2: Prolog
Seit seiner "Wutbürger"-Satire in der vorläufig letzten Ausgabe von Dorfers Donnerstalk (ORF eins) schwimmt der Kabarettist Roland Düringer auf einer Welle der Popularität. Er ist zu einer Art Galionsfigur der österreichischen Occupy-Bewegung avanciert. Zugleich wird er nicht Müde das konservativ-esoterische Buch Vom Systemtrottel zum Wutbürger von Eugen-Maria Schulak und Rahim Taghizadegan zu promoten.
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Sonntag, 19. Februar 2012
Star Trek: Wofür bürgen die Borg?
Die Soziologin Andrea zur Nieden hat sich in einer äußerst lesenswerten Monographie mit den Borg beschäftigt. Was in Star Trek als "radikal Anderes" vernichtet werden soll, ist - so die zentrale These des Buches - "nichts weiter als das Projektionsbild der eigenen Ängste vor der Auflösung des Subjekts in ein bloßes Element totalitärer Technologie." (S. 149)
Sonntag, 12. Februar 2012
KünstlerInnen für mehr Überwachung und Repression
Die PR-Agentur "The Skills Group" organisiert seit Jänner 2011 - also mitten in der Diskussion um die Ratifizierung von ACTA - gemeinsam mit den österreichischen Verwertungsgesellschaften eine Kampagne für das "Recht auf geistiges Eigentum". Sie fordern eine "zeitlich befristete Speicherung" der Daten von InternetnutzerInnen im Dienste des Urheberrechts. Nach zwei Warnungen "soll der Rechtsweg" beschritten werden, heißt es auf der Homepage der Kampagne.
Freitag, 10. Februar 2012
Die Freitagabend Katastrophe
Jeden Freitag treffen sich die Goodmans zum traditionellen Friday Night Dinner. Woche für Woche endet das gemeinsame Abendessen in einer mittleren - für das Publikum jedoch äußerst amüsanten - Katastrophe.
Dienstag, 31. Januar 2012
Österreichs Medien und Rechtsextremismus
Für die Erfolge rechtsextremer PolitikerInnen sind nicht nur deren bescheuerte WählerInnen verantwortlich, sondern auch die Art der medialen Berichterstattung. Denn auch IdiotInnen müssen erst an ihre Marke gewöhnt werden. Diese Gewöhnungsphase wurde in Österreich sowohl durch das Fernsehen als auch durch Print-Medien aufregend und mitreißend gestaltet.
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Samstag, 21. Januar 2012
Vergewaltigung bei Big Brother
In der brasilianischen Ausgabe von Big Brother (Globo) wird eine Frau im Schlaf vergewaltigt. Der Täter muss das Big Brother Haus wenig später verlassen. Globo versucht den Vorfall herunterzuspielen. Medien unterschiedlicher Qualitätsstufen üben sich in bildlicher und textlicher Reproduktion sexualisierter Gewalt und ethnisierender Berichterstattung.
Montag, 2. Januar 2012
"Most of the world is grim" - Karl Pilkingtons Weltreisen
Das Publikum der Reise-Doku-Reihe An Idiot Abroad (Sky1) erfährt so gut wie nichts über die bereisten Länder, dafür um so mehr über die Projektionen des Reisenden und seiner Auftraggeber.
Samstag, 10. Dezember 2011
Game Over Donnerstalk
Aufgebaut mit einem "Weißen Spritzer" legt der Kabarettist Roland Düringer, in der Rolle des "Initiators des ersten Wutbürger-Kongress Österreichs", so richtig los. Er sei nicht links und natürlich auch nicht rechts, sondern Teil der arbeitenden Mittelschicht, deren Konsumwahn das System am laufen halte. Alles sei so unendlich bürokratisch, alle lügen uns an, die "Politmarionetten" dienen nicht mehr der Gemeinschaft und die Medien sind abhängig und verbreiten Falschinformationen. Am Ende des Videos erhebt sich der ganze Saal und skandiert gemeinsam mit Düringer "Wir sind wütend!"
Dienstag, 6. Dezember 2011
Extras, Episodes, Dead Set - Die Sichtbarmachung von Produktionsprozessen in TV-Serien
Kulturindustrielle Produktionsprozesse sind nahezu universell geworden. Aus diesem Grund stellt sich die Frage nach subversiven Potentialen im Rahmen dieser Verhältnisse umso dringender. Eine Möglichkeit der kritischen Reflexion ist die Sichtbarmachung von Produktionsprozessen im Endprodukt. Damit bricht selbiges zwar nicht aus den gesellschaftlichen Zwängen und der eigenen Warenförmigkeit aus, macht diese aber zumindest teilweise transparent und damit kritisierbar.
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