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Donnerstag, 10. Februar 2022

Komödie oder Tragödie? Autosoziobiographische Erzählstrategien in Robert Webbs "How Not To Be A Boy" und Édouard Louis "Wer hat meinen Vater umgebracht"

Sowohl Édouard Louis als auch Robert Webb erwarben sekundäre Bildungsabschlüsse, besuchten Universitäten, wo sie an für ihre späteren Karrieren wichtigen Netzwerke anknüpfen konnten, machten dann aber im Feld der Kunst Karriere. Louis als Autor primär autobiographischer Schriften, in denen er über Klasse, Männlichkeit, Rassismus, Homophobie und ihm zugefügter sexualisierter Gewalt schreibt. Webb als Komiker und Schauspieler, der zunächst mit der Sketchshow The Mitchell and Webb Look (BBC Two) und später durch die Sitcom Peep Show (Channel 4) bekannt wurde. Insbesondere Peep Show lässt sich als Kommentar auf unterschiedliche Ausagierungsstrategien von männlicher Sozialisation lesen.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Der Kanon der Fernsehwissenschaft

Die von Michael Grisko herausgegebenen Texte zur Theorie und Geschichte des Fernsehens (Reclam 2009) sowie die von Ralf Adelmann, Jan O. Hesse, Judith Keilbach, Markus Stauff und Matthias Thiele zusammengestellten Grundlagentexte zur Fernsehwissenschaft (UTB 2001) versuchen auf unterschiedliche Art und Weise einen Kanon zur Theorie, Geschichte und Analyse des Mediums Fernsehen zusammenzustellen.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Woran sich regressive Fernsehkritik erkennen lässt

Die Kritik des Fernsehens ist oft kaum besser als ihr Gegenstand, weshalb es an der Zeit ist, sich mit einigen Motiven regressiver Fernsehkritik auseinanderzusetzen und zu Fragen, wie sich ihnen begegnen lässt.

Freitag, 15. März 2013

60 Jahre Fernsehen als Ideologie

Der Text "Fernsehen als Ideologie" wurde 1953 im Heft 4 der Zeitschrift "Rundfunk und Fernsehen" publiziert. Entstanden ist er aus einer in den USA durchgeführten Pilotstudie. Ihre Ergebnisse wurden ein Jahr später in der amerikanischen Fachzeitschrift "The Quarterly of Film Radio and Television" unter dem Titel "How to Look at Television" veröffentlicht.

Sonntag, 9. September 2012

Besser kein Adorno-Preis

Der von der Stadt Frankfurt gestiftete und mit 50.000 Euro dotierte Theodor-W.-Adorno-Preis ist nicht erst seit der Entscheidung, ihn Judith Butler zu überreichen, kritikwürdig. 2009 hat ihn Alexander Kluge erhalten. 1995 wurde er an Jean-Luc Godard verliehen.

Dienstag, 14. August 2012

The End of the World - Zur ideologischen Funktion von Weltuntergangsdokus

Fast täglich lässt N24 wahlweise die Menschheit aussterben, die Erde explodieren oder das ganze Weltall in sich zusammenfallen. Was fasziniert an diesen Untergangsszenarien?

Sonntag, 19. Februar 2012

Star Trek: Wofür bürgen die Borg?

Die Soziologin Andrea zur Nieden hat sich in einer äußerst lesenswerten Monographie mit den Borg beschäftigt. Was in Star Trek als "radikal Anderes" vernichtet werden soll, ist - so die zentrale These des Buches - "nichts weiter als das Projektionsbild der eigenen Ängste vor der Auflösung des Subjekts in ein bloßes Element totalitärer Technologie." (S. 149)

Samstag, 6. August 2011

Alexander Kluge und der Antisemitismus (4): Aber es gibt keine Antisemiten mehr

"Aber es gibt keine Antisemiten mehr". Diese Notiz stellten Theodor W. Adorno und Max Horkheimer an den Beginn des VII. Abschnitts des in der Dialektik der Aufklärung enthaltenen Kapitels über die Elemente des Antisemitismus. Der Satz eröffnet jenen Teil des Kapitels, der dem 1944 geschriebenen Text 1947 angegefügt wurde.

Samstag, 30. Juli 2011

Alexander Kluge und der Antisemitismus (1): Harlan - Im Schatten von Jud Süß

Die Dokumentation Harlan - Im Schatten von Jud Süß von Felix Moeller zeigt postnazistische Verhältnisse als familiäre Konstellation. Interviewt werden Mitglieder der Familie Harlan, darunter die Kinder und Enkelkinder von Veit Harlan, dem Regisseur des antisemitischen Propagandafilms Jud Süß. Die Interviews wurden etwas mehr als 60 Jahre nach der militärischen Niederschlagung des nationalsozialistischen Regimes geführt. Diese Artikelreihe handelt jedoch nicht von diesem – durchaus sehenswerten – Dokumentarfilm. Vielmehr geht es um ein Interview mit dem Filmemacher und Fernsehproduzenten Alexander Kluge, dass sich als Bonusmaterial auf der Kauf-DVD von Harlan - Im Schatten von Jud Süß befindet.

Montag, 14. Februar 2011

Der Trug des verdoppelten Lebens – Theodor W. Adornos "Prolog zum Fernsehen"

Die Fernsehkritik von Theodor W. Adorno wird oftmals als dem Gegenstand nicht adäquat, veraltet oder gar kulturpessimistisch beschrieben. Doch gerade aus einer gesellschaftskritischen Perspektive ist Adornos "Prolog zum Fernsehen" bis heute als radikale Gegenposition zum positivistischen und postmodernistischen Mainstream der Fernseh- und Medienwissenschaft aktuell.

Freitag, 28. Januar 2011

Blinde Flecken im Garten der Information - DCTP und der Tag der Auschwitz-Befreiung

Der Tod von Giuseppe Verdi, der Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart, ein spektakulärer Einbruch in eine Berliner Bank und das Ende der Belagerung von Leningrad. Mehr fällt den BetreiberInnen des Twitter Accounts von DCTP zum 27. Jänner, dem 66. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, nicht ein.