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Donnerstag, 10. Februar 2022

Komödie oder Tragödie? Autosoziobiographische Erzählstrategien in Robert Webbs "How Not To Be A Boy" und Édouard Louis "Wer hat meinen Vater umgebracht"

Sowohl Édouard Louis als auch Robert Webb erwarben sekundäre Bildungsabschlüsse, besuchten Universitäten, wo sie an für ihre späteren Karrieren wichtigen Netzwerke anknüpfen konnten, machten dann aber im Feld der Kunst Karriere. Louis als Autor primär autobiographischer Schriften, in denen er über Klasse, Männlichkeit, Rassismus, Homophobie und ihm zugefügter sexualisierter Gewalt schreibt. Webb als Komiker und Schauspieler, der zunächst mit der Sketchshow The Mitchell and Webb Look (BBC Two) und später durch die Sitcom Peep Show (Channel 4) bekannt wurde. Insbesondere Peep Show lässt sich als Kommentar auf unterschiedliche Ausagierungsstrategien von männlicher Sozialisation lesen.

Dienstag, 31. März 2015

12. April 2015: KritTFM Brunch "The most offensive joke?"

Am Sonntag, den 12. April 2015 findet ab 13 Uhr ein KritTFM Brunch zum Thema Stand-up Comedy und Grenzüberschreitung in den Räumlichkeiten der Basisgruppe Theater-, Film- und Medienwissenschaft (Universitätsstraße 5, 1010 Wien) statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist wie bei allen KritTFM Brunches frei und es gibt viel gutes Essen.

Sonntag, 11. Januar 2015

Unverhältnismäßige Witze

"Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns", schrieb Titanic Chefredakteur Tim Wolff nach dem Anschlag auf die Charlie Hebdo Redaktion. Aus Sicht der linken SatirikerIn, die an der Aufklärung im Bewusstsein der ihr innewohnenden Dialektik festhält, mag dies zuweilen zutreffen. In einer Gesellschaft, die den Rückfall hinter die selbige sowohl intellektuell-akademisch als auch politisch-aktivistisch permanent praktiziert, läuft jedoch auch Komik Gefahr, als affirmative Begleitmusik des Wahns zu fungieren.

Dienstag, 16. September 2014

Pseudotabubrüche in der Fernsehcomedy

Obwohl Comedians oftmals ihre gesellschaftliche Ohnmacht beklagen, kann Humor ein mächtiges Instrument sein. In humoristischen TV-Formaten wird ausgesprochen, was in Nachrichtensendungen und Politdiskussionen nicht oder kaum sagbar ist. Durch Benennen von Tabus und der Überschreitung von Grenzen kann gesellschaftliche Reflexion befördert werden. Wenn sich Tabubrüche in Pseudotabubrüche verwandeln, läuft Satire aber Gefahr, ihre Macht in den Dienst der falschen Sache zu stellen.

Freitag, 15. Februar 2013

Eine wirklich gute Sexismus-Satire ist das... nicht.

Funktioniert Who wants to fuck my girlfriend? (Tele 5) als antisexistische Satire? Das suggerieren jedenfalls die MacherInnen der Show und jene, die sie auf Punkt und Beistrich verteidigen. Viele KritikerInnen - zumal solche, die sich ernsthaft mit Sexismus auseinandersetzen - wollten das seit Bekanntwerden des Sendungskonzepts nicht glauben. Zu Recht, wie ich meine.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Fasching in Villach

Eigentlich habe ich mir den Villacher Fasching (ORF 2) angesehen, um einen fundierten Totalverriss schreiben zu können. Doch zu meiner Überraschung war er weit weniger rassistisch, sexistisch, faschistoid etc. als ursprünglich angenommen.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Dinner for QI: "It's become a cult, it's unavoidable in Germany"

Im deutschsprachigem Raum seit Jahrzehnten eine Silvestertradition, in Großbritannien vollkommen unbekannt. Ein seltsamer Werdegang für einen Sketch, der in den 1920ern in England entstand.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Willkommen Pseudotabubruch

Stermann und Grissemann liefern sexistische, rassistische, antisemitische und andere Pseudotabubrüche am laufenden Band. Diese Strategie zu kritisieren, ohne ihrer Selbstinszenierung als "politisch inkorrekte" Tabubrecher zuzuarbeiten, ist schwierig, aber nicht unmöglich.

Dienstag, 28. August 2012

The Revolution Will Be Televised. Not.

Candid Camera goes verkürzte Kapitalismuskritik. Oder: Die Welt - von Komikern falsch erklärt.

Dienstag, 22. Mai 2012

Wie man es besser nicht macht... (II)

Rassismus zu kritisieren, indem man rassistische Begriffe reproduziert, ist eine denkbar schlechte Strategie. Umso mehr wenn die Kritik daran einfach abgeblockt und ein Kritiker hinauskomplimentiert wird.

Freitag, 27. April 2012

Die missglückte Piratensatire

Das Satireformat Extra 3 (NDR) nimmt sich der Piratenpartei an und scheitert. Zum einen an der schlechten schauspielerischen Leistung der Darsteller, zum anderen an den Ressentiments der Autoren.

Samstag, 10. Dezember 2011

Game Over Donnerstalk

Aufgebaut mit einem "Weißen Spritzer" legt der Kabarettist Roland Düringer, in der Rolle des "Initiators des ersten Wutbürger-Kongress Österreichs", so richtig los. Er sei nicht links und natürlich auch nicht rechts, sondern Teil der arbeitenden Mittelschicht, deren Konsumwahn das System am laufen halte. Alles sei so unendlich bürokratisch, alle lügen uns an, die "Politmarionetten" dienen nicht mehr der Gemeinschaft und die Medien sind abhängig und verbreiten Falschinformationen. Am Ende des Videos erhebt sich der ganze Saal und skandiert gemeinsam mit Düringer "Wir sind wütend!"

Freitag, 30. September 2011

Veranstaltungsreihe: Political Sitcom & Alternative Comedy

Im Wintersemester 2011/2012 lädt die Basisgruppe Theater-, Film- und Medienwissenschaft (bagru thewi) wieder zum gemeinschaftlichen Serien schauen und darüber diskutieren ein. Ziel der Veranstaltungsreihe ist eine kritische Auseinandersetzung mit Fernsehserien und dem eigenen Rezeptionsverhalten. Der Schwerpunkt liegt in diesem Semester auf Alternative Comedy und Political Sitcoms.

Sonntag, 19. Juni 2011

Not someone who works as a ...

In seinem Programm 41st Best Stand Up Ever macht sich Stewart Lee über die GegnerInnen von Political Correctness lustig. Eine ungewöhnliche Zielscheibe, ist es doch sonst eher die Kritik an dem Konzept Political Correctness, die Comedians gerne für sexistische, homophobe oder rassistische (Pseudo-)Tabubrüche nutzen.

Dienstag, 7. Juni 2011

Warum lachen Sie (nicht) darüber?

Warum finden manche Menschen Dinge lustig und andere Menschen andere oder die gleichen Dinge nicht? Wann werden Witze abgelehnt und kann man Witze, die man ablehnt zugleich auch lustig finden?

Freitag, 4. März 2011

Der 10 Punkte Leitfaden für erfolgreiche deutschsprachige Comedy

Du bist eigentlich nicht lustig, möchtest aber trotzdem als Comedian Karriere machen? Kein Problem! Mit diesem 10 Punkte Leitfaden für erfolgreiche deutschsprachige Comedians und solche die es werden wollen, wirst auch du es zu Reichtum, Anerkennung, regelmäßigen Fernsehauftritten und Stadiontour bringen.

Freitag, 18. Februar 2011

Das ist nicht lachbar, Herr Nachbar

Was beim ZDF unter Humor firmiert, ist ganz schön traurig. Das gilt zumindest für ZDF Mashups – das neueste Produkt aus dem Mainzer Humorlabor.