Der von der Stadt Frankfurt gestiftete und mit 50.000 Euro dotierte Theodor-W.-Adorno-Preis ist nicht erst seit der Entscheidung, ihn Judith Butler zu überreichen, kritikwürdig. 2009 hat ihn Alexander Kluge erhalten. 1995 wurde er an Jean-Luc Godard verliehen.
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Sonntag, 9. September 2012
Samstag, 6. August 2011
Alexander Kluge und der Antisemitismus (4): Aber es gibt keine Antisemiten mehr
"Aber es gibt keine Antisemiten mehr". Diese Notiz stellten Theodor W. Adorno und Max Horkheimer an den Beginn des VII. Abschnitts des in der Dialektik der Aufklärung enthaltenen Kapitels über die Elemente des Antisemitismus. Der Satz eröffnet jenen Teil des Kapitels, der dem 1944 geschriebenen Text 1947 angegefügt wurde.
Donnerstag, 4. August 2011
Alexander Kluge und der Antisemitismus (3): Der getriebene Künstler
"Denn das ist so triebgeladen und so triebstark, was der Künstler tut. Ja? Der ist ganz unbeherrscht, ist Triebtäter."[1]
(Alexander Kluge über Veit Harlan)
Eine spezifische Abwehrstrategie im Kunstbereich ist der Rückzug auf die Identität der Künstlerin bzw. des Künstlers. Im konkreten Fall verteidigt Alexander Kluge - seines Zeichens Filmemacher, Jurist und Miteigentümer der Fernsehentwicklungsgesellschaft dctp - den Regisseur Veit Harlan, der für den antisemitischen Hetz-Film Jud Süß und für viele andere nationalsozialistische Filme verantwortlich ist.
(Alexander Kluge über Veit Harlan)
Eine spezifische Abwehrstrategie im Kunstbereich ist der Rückzug auf die Identität der Künstlerin bzw. des Künstlers. Im konkreten Fall verteidigt Alexander Kluge - seines Zeichens Filmemacher, Jurist und Miteigentümer der Fernsehentwicklungsgesellschaft dctp - den Regisseur Veit Harlan, der für den antisemitischen Hetz-Film Jud Süß und für viele andere nationalsozialistische Filme verantwortlich ist.
Samstag, 30. Juli 2011
Alexander Kluge und der Antisemitismus (1): Harlan - Im Schatten von Jud Süß
Die Dokumentation Harlan - Im Schatten von Jud Süß von Felix Moeller zeigt postnazistische Verhältnisse als familiäre Konstellation. Interviewt werden Mitglieder der Familie Harlan, darunter die Kinder und Enkelkinder von Veit Harlan, dem Regisseur des antisemitischen Propagandafilms Jud Süß. Die Interviews wurden etwas mehr als 60 Jahre nach der militärischen Niederschlagung des nationalsozialistischen Regimes geführt. Diese Artikelreihe handelt jedoch nicht von diesem – durchaus sehenswerten – Dokumentarfilm. Vielmehr geht es um ein Interview mit dem Filmemacher und Fernsehproduzenten Alexander Kluge, dass sich als Bonusmaterial auf der Kauf-DVD von Harlan - Im Schatten von Jud Süß befindet.
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